Freitag, 7. Mai 2010

Hodgkin

Das Leben hält für einen so manche Prüfung bereit, mit der man nicht rechnet. Bei mir ist es ein Hodgkin-Lymphom. Auf mich wartet eine Zeit in denen die Prioritäten anders gesetzt sind. Für die Menschen in meinem Umfeld bedeutet dies, dass ich als Begleiterscheinung der nächsten Woche beginnenden Chemotherapie anders als gewohnt ausschauen werde. Ich werde im wahrsten Sinn des Wortes Haare lassen und mein jetziges Gesunder-Mensch-Aussehen zumindest teilweise gegen das eintauschen, wie man sich einen Menschen mit Krebserkrankung vorstellt.

Durch die Chemotherapie wird mein Immunsystem geschwächt und die Infektanfälligkeit deutlich erhöht sein. Muss während der nächsten Monate daher auf ein paar Dinge verzichten, auf die ich mich gefreut habe. Meiden von Menschenansammlungen (Schade ums AC/DC-Konzert, was ist mit den geliebten Kino-Abenden??) und nur Kontakt mit Menschen die möglichst keine Krankheitserreger mit sich herumschleppen.

Sind aber alles Dinge, die man gerne in Kauf nimmt, um wieder gesund zu werden. Möchte diese Zeit so normal wie möglich gestalten. Denke und hoffe, dass es auch weiterhin von der einen oder anderen Aktivität zu berichten gibt. Wird wohl weniger spektakulär und sportlich ausfallen wie manches in der Vergangenheit, aber es gibt auch im näheren Umfeld genug schöne Dinge zu erleben, für die man sonst vielleicht keine offenen Augen hat.

Update 9.5.2010:

Sonntagsspazierung mit dem elterlichen Hovawart Vitus, bevor es wieder ins Krankenhaus geht.

Samstag, 3. April 2010

back again

Der Winter hatte uns lange im Griff. Machte richtig Laune. Erinnere mich an eine Wanderung von Bad Leonfelden aus rund um den Sternstein, als wir bei guten, aber kalten Wetter froh über unsere Thermoskanne mit heißem Tee waren. Oder eine Tour von Linz-Urfahr aus nach Oberbairing bei dem die Gamaschen erstmals zu Topform auflaufen konnten. (Damit macht´s Freude, durch knietiefen Schnee zu waten.)

Stop. Zurück in die Gegenwart. Die Wetterfrösche überschlugen sich geradezu mit ihren Prognosen für den Karsamstag.


Freitag-Abend die Wanderführer gezückt und eine Tour von Haibach ob der Donau, runter an die Schlögener Schlinge, weiter nach Inzell und schließlich wieder retour gefunden, die unser Interesse weckte.


Die Schlögener Schlinge zeigt sich noch eher herbstlich. Der Laubwald rundherum ist noch braun.


Unten an der Donau sind bei mir die Jacke und die abgezippten Hosenfüße in den Rucksack gewandert.


Entlang des Weg´s fand sich eine Vielzahl an heimischen Frühlingsboten.


Stellvertretend dafür "Hänsel und Gretel" sowie die Buschwindröschen. Gesehen haben wir Schlüsselblumen, Leberblümchen, Huflattich, Veilchen und einiges mehr.


Dave Grohl von den Foo Fighters bringt unser Stimmung auf den Punkt:
"It's times like these you learn to live again
It's times like these you give and give again
It's times like these you learn to love again
It's times like these time and time again"

"Technische Sache" am Ende: Blog-Schreiben war gestern, Facebook ist heute. Werde auch dort hin und wieder mal was reinstellen, das vielleicht nicht immer den Weg ins Blog findet. --> Vielleicht auch dort hin und wieder mal reinschauen, falls ihr nicht ohnehin schon "drinnen" seid. :-)

Samstag, 21. November 2009

Neuseeland - Teil 4

Beim letzten Blogeintrag waren wir gerade in Queenstown angekommen. Jener Stadt, die als Paradies fuer alle Adrenalien-Junkies gilt. Fast alle denkbaren Wahnsinnigkeiten sowohl in der Vertikalen als auch in der Horizontalen lassen sich dort realisieren.

An dieser Bruecke wurde Mitte der 80`er das kommerzielle Bungie quasi erfunden. Naja, nichts fuer uns... Nebenbei war dieser Fluss Drehort fuer das Ende 1. Teils von Herr der Ringe.


Eines unserer Queentown-Highlight's war es, im dortigen Vogelpark ein palzendes Kiwi-Paar (flugunfaehiger Vogel und Neuseeland-Nationalheiligtum) zu sehen. Leider unfotografierbar, da diese Tiere nur bei Dunkelheit aktiv sind....

Weiter ging's mit uns zur Suedspitze nach Te Anau und einer Wanderung auf dem Milford Track. Dem See entlang zum Track laesst sich die tolle Fjordlandschaft geniessen.


Damit lag das letzte grosse Highlight hinter uns. Die letzten Tage unserer Reise fuehrten zurueck nach Christchurch, von wo wir morgen am Abend den langen Flug nachhause antreten.

Groesste Ueberraschung dabei war das steppenartige bis fast schon wuestenaehnliche Hochland, nachdem wir kurz vorher inmitten von Weinplantagen unser Lunch genossen haben.


Der Blick auf den Mount Cook (hoechsten Berg Neuseelands mit etwa 3700 Meter) blieb uns leider auch am Rueckweg verwehrt. Die von der Westkueste heraufziehenden Wolken naehren die Gletscher und aergern uns als Touristen, aber so sind mal die Berge.

Etwas entschaedigt wurden wir dafuer mit so manchem Blick am Lake Tekapo.


Schafe in allen Variationen sahen wir in Unmengen. Nach den Vertretern die grossteils auf unseren Tellern landen, sahen wir heute noch grosse Herden mit Merino-Schafen, deren Wolle begehrt und geschaetzt ist.


Mit der Ankunft in Christchurch duerften wir auch im Neuseelaendischen Sommer angekommen sein. Bei 27 Grad und schwuelem Wetter geniessen auch Zentraleuropaer die tollen von den Englaendern angelegten Parks.


Dann bis bald daheim!

Sonntag, 15. November 2009

Neuseeland - Teil 3

In der vergangenen Woche durften wir viele weitere Eindruecke sammeln.

Mit einem grossen Faehrschiff ging es auf die Suedinsel. Hier ein Bild vom Weg durch die Milford Sounds.


Angekommen im Fernridge Homestay wurden wir von Nicki und Neil allerherzlichst aufgenommen. In einer kleinen, einsamen Bucht des Queen Charlotte Sounds durften wir bei den beiden zu Gast sein. Im Bild zeigt uns Neil gerade einen Seestern (star fish) die in dieser Bucht in grosser Zahl vom Ufer aus zu sehen waren.


Am Tag darauf gingen wir gut 20 Kilometer des Queen Charlotte Tracks. Auf beiden Seiten ein traumhafter Ausblick nach dem anderen.


Das folgende Bild entstand im Abel Tasman National Park.


Weiter an der Westkueste (Cape Foulwind) weht uns eine Steife Brise entgegen. Auf dem Foto nicht zu sehen ist die Robbenkolonie, die sich dort wohlzufuehlen scheint. (Die leben dort wie bei uns Hasen, Rehe oder Fasane!) Spaeter sahen wir auch noch einen Pinguin in freier Wildbahn! (Und... es gibt parallel zu unseren Wildwechsel-Warnschildern Schilder die vor Kiwis und Pinguinen warnen.)


An den Pancake-Rocks etwas weiter suedlich hatten wir eine tolle Abendstimmung, bevor am naechsten Tag das Wetter umgeschwenkt hat.


Abendstimmung bei durchwachsenem Wetter.


Mittlerweile sind wir im Zentralland der Suedinsel angekommen. Ist am Franz-Josef-Gletscher noch der tropische Regenwald vorherrschend erwartet einen 200 Kilometer und einen Gebirgskamm weiter eher steppenartige, gebirgige Landschaft, die laufend Assoziationen an den zweiten Teil der Herr der Ringe - Trilogie weckt.


Blick vom Lake Wanaka auf die Suedalpen und Mount Aspiring - National Park.


Die Landschaft laedt zum Pause machen und den Moment geniessen ein.


Uns beiden geht's auch gut! :-)


Eine Woche noch, dann geht's wieder nachhause mit uns.... etwas gespaltenes Gefuehl... sich wieder auf daheim zu freuen, aber auch noch voll im Neuseeland-Fieber zu sein.

Freitag, 6. November 2009

Neuseeland - Teil 2

Nach gut zweitausend Kilometern mit dem Auto sind wir in Wellington, am Suedzipfel der Nordinsel angelangt. Der Weg von Auckland fuehrte uns durch nur sehr duenn besiedelte Gebiete der Nordinsel.

Im Garten praechtig wachsende Zitronen:

Kilometerlange einsame Straende:

Am Auenland sind wir leider nur vorbeigekommen...


Ein der vielen Seiten von Neuseeland - Dschungelartige Waelder aus den Zeiten bevor Menschen ihre Fuesse auf die Insel setzten.


Geradezu typisch Neuseeland, gruene huegelige Landschaften mit darauf weidenden Schafen:


Im zentralen Hochland, zwischen zwei grossen Vulkanen in einer steppenartigen Landschaft:


Bei heftigem Wind wollen die Wolken den Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe noch nicht freigeben...


Etwas spaeter hat der Wettergott noch ein Einsehen mit uns :-)


Angelangt in Wellington an der Hafenpromenade, das Wetter zeigt sich von seiner allerbesten Seite.


In der Downtown ist schnell vergessen, dass man die vergangene Woche abseits der ausgetrampelten Pfade verbracht hat.


Morgen in der Frueh geht's mit der Faehre hinueber auf die Suedinsel, die Landschaftlich noch mehr zu bieten haben soll als der ohnehin schon grandiose Norden.

Samstag, 31. Oktober 2009

Neuseeland - Teil 1

Am Dienstag-Morgen (27.10.) sind wir kurz vor 7 Uhr morgens in Auckland gelandet. Nachdem wir etwas ueber 20 Stunden ueber London und Los Angeles durch die Nacht geflogen sind erwartete uns Auckland mit nasskaltem und windigem Wetter. Beim ersten Rundgang kam zur Mittagszeit die grosse Muedigkeit. Nur bis am Abend durchhalten, damit die innere Uhr eine Chance hat, sich an den geaenderten Tagesrythmus zu gewoehnen. Kurz vor sechs am Abend sind wir schliesslich ins Bett gefallen, innerhalb von Sekunden eingeschlafen und erst am naechsten Morgen aufgewacht.

Nun wieder gut ausgeruht durften wir unser Mietauto (oder sollte man eher sagen Miet-Klein-LKW?), ein Toyota RAV 4 ausgefassen. Ans rechts lenken und links fahren schnell gewoehnt ging's Richtung Norden in die Bay of Islands. Dort verbrachten wir zwei schoene Tage in traumhafter Umgebung. Tolle Straende vermengt mit gruenen Inseln und tuerkisblaumen Wasser. Wie muss sich James Cook wohl gefuehlt haben, als er hier erstmals Neuseeland zu Gesicht bekam?

Mittlerweile sind wir nach einem Uebernachtungs-Zwischenstop in Auckland entlang der Kuestenstrasse der Coromandel-Halbinsel in Whangamata angelangt. Am Weg hierher duften wir bei einem Abstecher zur Cathedral Cove einen weiteren Ort kennen lernen der schoener nicht sein koennte.

Einquartiert sind wir nun fuer zwei Naechte in einem Bed and Breakfast am Land. Rund herum alles gruen, im Garten Baeume mit den unterschiedlichsten Zitrusfruechten, ein Vierbeiner (Hund) zum Knuddeln, herzliche Gastgeber, die uns mit einem super-leckerem Fruehstueck verwoehnt haben und und und ......

Sind schon gespannt, was uns in den naechsten drei Wochen am Weg in den Sueden noch alles erwartet!

Abschliessend ein paar Fotoeindruecke:

Die Skyline von Auckland von der Harbor-Bridge:


Das Hole in the Rock in den Bay of Islands:


Delpine ebenfalls in der Bay of Islands:


Nochmal Bayof Island - Stimmungbild das so manche Erinnerung an Far Cry oder den einen oder anderen Anno - Teil aufkommen liess.


Zu guter letzt Traumstrand direkt neben dem Cathedral Cove:

(In Natura noch etwas schoener. Fast zu kitischig als dass man es fassen koennte, dass es sowas in der Natur von selbst entstanden ist.)

Freitag, 23. Oktober 2009

Rundblick

Einiges hat sich seit meinem letzten Lebenszeichen getan. Dienstlich ging´s im September einige Tage nach Vorarlberg. Nach arbeitsreichen Tagen zog´s mich am Abend einmal auf den Dornbirner Hausberg,


am anderen Tag rief Bregenz, die Seebühne und der Bodensee.


Der zweite Tripp führte nach Hamburg. In der knapp bemessen Zeit ließ sich ein abendlicher Spaziergang durch die Speicherstadt und den Hafen unterbringen.


Am zweiten Tag früh am Morgen aus dem Bett geklettert um vor der dienstlichen Mission noch ein paar Eindrücke an der Außenalster zu sammeln.


"Daheim" in Linz war Großstadt-Höhenrausch angesagt. Das bekannteste und gelungenste Kulturhauptstadt-Projekt.


Neben vielen gelungen Kunstinstallationen lädt das auf dem Flachdach des Passage-Kaufhaus aufgestellte Riesenrad zu einer Fahrt an.


Schließlich neigte sich der Sommer seinem Ende endgegen, womit unser großen Ziel für heuer immer näher kam. Neuseeland.

Bei der Abschiedsparty wurden bei Guitar Hero die Plastikgitarren zum Glühen gebracht.


Wie war das mit dem Kind im Manne?


In zwei Tagen gehts los mit uns, die Reiseutensilien warten darauf eingepackt zu werden. Bei einem Monat fernab der Heimat ist der kontrollierte Mut zur Lücke gefragt.


Sind schon gespannt auf die Eindrück die am anderen Ende der Welt auf uns warten. Hoffe ein paar Mal die Gelegenheit zu finden, mich in Wort und Bild aus Neuseeland zu melden.